Befund verstehen
Leukozyten (weiße Blutkörperchen)
Kurz gesagt: Leukozyten sind die weißen Blutkörperchen der Abwehr. Viele Labore geben etwa 4.000 bis 10.000 pro Mikroliter als Normalbereich an. Erhöhte Werte sind meist eine Reaktion auf Infekte oder Entzündungen, selten ein Hinweis auf eine Bluterkrankung.
Stand:
Ärztlich geprüft am von einem in Deutschland approbierten Arzt · So prüfen wir
Was sind Leukozyten?
Leukozyten sind die weißen Blutkörperchen, die den Körper gegen Erreger verteidigen. Es gibt mehrere Arten, vor allem neutrophile Granulozyten, Lymphozyten und Monozyten. Das große Blutbild zählt sie einzeln (Differenzialblutbild).
Welcher Wert ist normal?
Viele Labore geben etwa 4.000 bis 10.000 pro Mikroliter an, oft geschrieben als 4,0 bis 10,0 G/l oder „/nl". Maßgeblich ist der Bereich auf Ihrem Befund.
Was bedeutet „Leukozyten erhöht"?
Am häufigsten sind Infekte, besonders durch Bakterien, und Entzündungen. Auch Stress, körperliche Anstrengung, Rauchen, eine Schwangerschaft und Medikamente wie Kortison können die Zahl erhöhen.
Selten steckt eine Erkrankung des Blutes dahinter, etwa wenn die Werte sehr hoch sind, hoch bleiben oder ungewöhnliche Zellen auftauchen. Das klärt Ihre Ärztin, oft mit einem Differenzialblutbild und einer Kontrolle.
Was bedeutet „Leukozyten erniedrigt"?
Häufig sind Virusinfekte und Medikamente die Ursache, seltener ist das Knochenmark betroffen. Bei sehr niedrigen Werten ist die Abwehr geschwächt; dann ist Fieber ein Grund, sofort ärztliche Hilfe zu holen.
Was bedeuten Leukozyten im Urin?
Im Urinbefund können Leukozyten auf eine Entzündung der Harnwege hinweisen, am häufigsten auf einen Harnwegsinfekt; manchmal stammen sie auch aus einer Verunreinigung der Probe. Ob eine Behandlung nötig ist, entscheidet Ihre Ärztin nach Ihren Beschwerden und weiteren Werten wie Nitrit und Bakterien.
Welche Fragen sollten Sie stellen?
Wie hoch ist der Wert, und welche Arten von Leukozyten sind verändert? Wie waren frühere Werte? Passt der Befund zu einem Infekt? Ist eine Kontrolle nötig?
Bei MeinBefund24 erklärt Ihnen ein in Deutschland approbierter Arzt Ihren Befund im Videogespräch, Termin meist in 60 Minuten, täglich bis 22 Uhr. Sie können alle Fragen stellen und bekommen danach eine schriftliche Zusammenfassung; das Gespräch kostet 19,99 €. Eine Untersuchung oder Behandlung ersetzt es nicht.
Wann sofort zum Arzt?
Bei Fieber zusammen mit Verwirrtheit, schnellem Atmen oder starkem Krankheitsgefühl: sofort Notruf 112. Bekommen Sie eine Chemotherapie oder sind Ihre Leukozyten sehr niedrig, ist jedes Fieber ein Notfall: sofort in die Notaufnahme oder an Ihr behandelndes Zentrum wenden. Bei Fieber mit Schüttelfrost lassen Sie sich noch am selben Tag ärztlich untersuchen.
Außerhalb der Sprechzeiten Ihrer Praxis erreichen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117.
Dieser Text ist eine allgemeine Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung oder Beratung im Einzelfall. Bei akuter Gefahr wählen Sie 112.