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Ratgeber

Medizinische Abkürzungen: die wichtigsten auf einen Blick

Arztbriefe und Befunde stecken voller Abkürzungen. Hier finden Sie die häufigsten, nach Themen sortiert. Manche Kürzel haben mehrere Bedeutungen; welche gemeint ist, ergibt sich aus dem Zusammenhang.

Stand:

Ärztlich geprüft am von einem in Deutschland approbierten Arzt · So prüfen wir

Befund und Verlauf

o. B.
Ohne Befund, die Untersuchung war unauffällig.
o. p. B.
Ohne pathologischen Befund, also nichts Krankhaftes.
Z. n.
Zustand nach: ein früheres Ereignis, etwa „Z. n. OP".
St. p.
Status post, gleichbedeutend mit Z. n.
V. a.
Verdacht auf, die Diagnose ist nicht bestätigt.
DD
Differenzialdiagnose, eine andere mögliche Erklärung.
a. e.
Am ehesten, die wahrscheinlichste Erklärung.
i. R.
Im Rahmen, etwa „i. R. eines Infekts".
ED
Erstdiagnose. In anderem Zusammenhang auch erektile Dysfunktion; was gemeint ist, ergibt sich aus dem Brief.
Dx, Diagn.
Diagnose.
Tx, Ther.
Therapie, Behandlung.
Anamn.
Anamnese, die Vorgeschichte.
AZ, EZ
Allgemeinzustand und Ernährungszustand.
Ø
Nicht vorhanden, kein.
↑, ↓
Erhöht, erniedrigt.
neg., pos.
Negativ (nicht nachweisbar), positiv (nachweisbar).

Körperstellen und Richtungen

HWS, BWS, LWS
Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule.
HWK, BWK, LWK
Hals-, Brust- und Lendenwirbelkörper, etwa „LWK 4".
L4/5, C5/6
Höhe zwischen zwei Wirbeln: „L4/5" liegt zwischen viertem und fünftem Lendenwirbel. C steht für Hals, Th für Brust, L für Lende, S für Kreuzbein.
ISG
Iliosakralgelenk, das Gelenk zwischen Kreuzbein und Becken.
re., li., bds.
Rechts, links, beidseits.
prox., dist.
Proximal (näher zur Körpermitte), distal (weiter entfernt).
med., lat.
Medial (zur Mitte hin), lateral (zur Seite hin).
ant., post.
Anterior (vorne), posterior (hinten).
ventr., dors.
Ventral (bauchwärts), dorsal (rückenwärts).

Untersuchungen und Messwerte

MRT
Magnetresonanztomographie, Kernspin.
CT
Computertomographie.
Röntgen.
Sono
Sonographie, Ultraschall.
KM
Kontrastmittel.
EKG
Elektrokardiogramm, Messung der Herzströme.
EEG
Elektroenzephalogramm, Messung der Hirnströme.
EMG, NLG
Messung der Muskelaktivität und der Nervenleitgeschwindigkeit.
RR
Blutdruck (nach Riva-Rocci), etwa „RR 130/80".
HF
Herzfrequenz.
SpO2
Sauerstoffsättigung des Blutes.
BMI
Body-Mass-Index, Gewicht im Verhältnis zur Körpergröße.

Häufige Diagnosen

aHT
Arterielle Hypertonie, Bluthochdruck.
DM
Diabetes mellitus, Zuckerkrankheit.
KHK
Koronare Herzkrankheit, Verengung der Herzkranzgefäße.
VHF
Vorhofflimmern.
pAVK
Periphere arterielle Verschlusskrankheit, Durchblutungsstörung meist der Beine.
COPD
Chronisch obstruktive Lungenerkrankung.
TVT
Tiefe Venenthrombose.
LE
Lungenembolie.
HWI
Harnwegsinfekt.
TEP
Totalendoprothese, ein künstliches Gelenk, etwa „Knie-TEP".

Laborwerte

Hb
Hämoglobin, der rote Blutfarbstoff.
Leukos
Leukozyten, weiße Blutkörperchen.
Thrombos
Thrombozyten, Blutplättchen.
CRP
C-reaktives Protein, ein Entzündungswert.
BSG
Blutsenkungsgeschwindigkeit.
BZ
Blutzucker.
HbA1c
Langzeitzucker der letzten zwei bis drei Monate.
Krea
Kreatinin, ein Nierenwert.
GFR, eGFR
Glomeruläre Filtrationsrate, ein Maß für die Nierenfunktion; das „e" steht für geschätzt.
GOT, GPT
Leberwerte, heute oft als AST und ALT angegeben.
γ-GT
Gamma-Glutamyltransferase, ein Leber- und Gallenwert.
TSH
Hormon, das die Schilddrüse steuert.
INR, Quick
Werte zur Blutgerinnung.

Medikamente

Tbl., Kps.
Tablette, Kapsel.
Gtt.
Tropfen (lateinisch guttae).
Amp.
Ampulle.
1-0-1
Einnahmeschema: morgens eine, mittags keine, abends eine Einheit.
b. B.
Bei Bedarf.
tgl.
Täglich.
p. o.
Über den Mund (per os).
i. v., i. m., s. c.
In die Vene, in den Muskel, unter die Haut.
Rp.
Rezept (lateinisch recipe, „nimm").

Die Erklärungen sind allgemeine Informationen und ersetzen keine ärztliche Beratung im Einzelfall. Bei akuter Gefahr wählen Sie 112.