Ratgeber
Medizinische Abkürzungen: die wichtigsten auf einen Blick
Arztbriefe und Befunde stecken voller Abkürzungen. Hier finden Sie die häufigsten, nach Themen sortiert. Manche Kürzel haben mehrere Bedeutungen; welche gemeint ist, ergibt sich aus dem Zusammenhang.
Stand:
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Befund und Verlauf
- o. B.
- Ohne Befund, die Untersuchung war unauffällig.
- o. p. B.
- Ohne pathologischen Befund, also nichts Krankhaftes.
- Z. n.
- Zustand nach: ein früheres Ereignis, etwa „Z. n. OP".
- St. p.
- Status post, gleichbedeutend mit Z. n.
- V. a.
- Verdacht auf, die Diagnose ist nicht bestätigt.
- DD
- Differenzialdiagnose, eine andere mögliche Erklärung.
- a. e.
- Am ehesten, die wahrscheinlichste Erklärung.
- i. R.
- Im Rahmen, etwa „i. R. eines Infekts".
- ED
- Erstdiagnose. In anderem Zusammenhang auch erektile Dysfunktion; was gemeint ist, ergibt sich aus dem Brief.
- Dx, Diagn.
- Diagnose.
- Tx, Ther.
- Therapie, Behandlung.
- Anamn.
- Anamnese, die Vorgeschichte.
- AZ, EZ
- Allgemeinzustand und Ernährungszustand.
- Ø
- Nicht vorhanden, kein.
- ↑, ↓
- Erhöht, erniedrigt.
- neg., pos.
- Negativ (nicht nachweisbar), positiv (nachweisbar).
Körperstellen und Richtungen
- HWS, BWS, LWS
- Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule.
- HWK, BWK, LWK
- Hals-, Brust- und Lendenwirbelkörper, etwa „LWK 4".
- L4/5, C5/6
- Höhe zwischen zwei Wirbeln: „L4/5" liegt zwischen viertem und fünftem Lendenwirbel. C steht für Hals, Th für Brust, L für Lende, S für Kreuzbein.
- ISG
- Iliosakralgelenk, das Gelenk zwischen Kreuzbein und Becken.
- re., li., bds.
- Rechts, links, beidseits.
- prox., dist.
- Proximal (näher zur Körpermitte), distal (weiter entfernt).
- med., lat.
- Medial (zur Mitte hin), lateral (zur Seite hin).
- ant., post.
- Anterior (vorne), posterior (hinten).
- ventr., dors.
- Ventral (bauchwärts), dorsal (rückenwärts).
Untersuchungen und Messwerte
- MRT
- Magnetresonanztomographie, Kernspin.
- CT
- Computertomographie.
- Rö
- Röntgen.
- Sono
- Sonographie, Ultraschall.
- KM
- Kontrastmittel.
- EKG
- Elektrokardiogramm, Messung der Herzströme.
- EEG
- Elektroenzephalogramm, Messung der Hirnströme.
- EMG, NLG
- Messung der Muskelaktivität und der Nervenleitgeschwindigkeit.
- RR
- Blutdruck (nach Riva-Rocci), etwa „RR 130/80".
- HF
- Herzfrequenz.
- SpO2
- Sauerstoffsättigung des Blutes.
- BMI
- Body-Mass-Index, Gewicht im Verhältnis zur Körpergröße.
Häufige Diagnosen
- aHT
- Arterielle Hypertonie, Bluthochdruck.
- DM
- Diabetes mellitus, Zuckerkrankheit.
- KHK
- Koronare Herzkrankheit, Verengung der Herzkranzgefäße.
- VHF
- Vorhofflimmern.
- pAVK
- Periphere arterielle Verschlusskrankheit, Durchblutungsstörung meist der Beine.
- COPD
- Chronisch obstruktive Lungenerkrankung.
- TVT
- Tiefe Venenthrombose.
- LE
- Lungenembolie.
- HWI
- Harnwegsinfekt.
- TEP
- Totalendoprothese, ein künstliches Gelenk, etwa „Knie-TEP".
Laborwerte
- Hb
- Hämoglobin, der rote Blutfarbstoff.
- Leukos
- Leukozyten, weiße Blutkörperchen.
- Thrombos
- Thrombozyten, Blutplättchen.
- CRP
- C-reaktives Protein, ein Entzündungswert.
- BSG
- Blutsenkungsgeschwindigkeit.
- BZ
- Blutzucker.
- HbA1c
- Langzeitzucker der letzten zwei bis drei Monate.
- Krea
- Kreatinin, ein Nierenwert.
- GFR, eGFR
- Glomeruläre Filtrationsrate, ein Maß für die Nierenfunktion; das „e" steht für geschätzt.
- GOT, GPT
- Leberwerte, heute oft als AST und ALT angegeben.
- γ-GT
- Gamma-Glutamyltransferase, ein Leber- und Gallenwert.
- TSH
- Hormon, das die Schilddrüse steuert.
- INR, Quick
- Werte zur Blutgerinnung.
Medikamente
- Tbl., Kps.
- Tablette, Kapsel.
- Gtt.
- Tropfen (lateinisch guttae).
- Amp.
- Ampulle.
- 1-0-1
- Einnahmeschema: morgens eine, mittags keine, abends eine Einheit.
- b. B.
- Bei Bedarf.
- tgl.
- Täglich.
- p. o.
- Über den Mund (per os).
- i. v., i. m., s. c.
- In die Vene, in den Muskel, unter die Haut.
- Rp.
- Rezept (lateinisch recipe, „nimm").
Die Erklärungen sind allgemeine Informationen und ersetzen keine ärztliche Beratung im Einzelfall. Bei akuter Gefahr wählen Sie 112.