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Befund verstehen

Neuroforamenstenose

Kurz gesagt: Die Neuroforamina sind die seitlichen Öffnungen der Wirbelsäule, durch die Nervenwurzeln austreten. Bei einer Neuroforamenstenose ist so eine Öffnung verengt, meist durch Verschleiß. Das ist im MRT häufig und macht längst nicht immer Beschwerden.

Stand:

Ärztlich geprüft am von einem in Deutschland approbierten Arzt · So prüfen wir

Was ist eine Neuroforamenstenose?

Zwischen zwei Wirbeln liegt auf jeder Seite ein Nervenaustrittsloch, das Neuroforamen. Hindurch läuft eine Nervenwurzel, die zum Beispiel Arm oder Bein versorgt. Wird die Öffnung enger, etwa durch eine niedrigere Bandscheibe, eine Bandscheibenvorwölbung, Randzacken oder verdickte Wirbelgelenke, spricht man von einer Neuroforamenstenose.

Wie steht sie im Befund?

Der Befund nennt meist Höhe und Seite, etwa „Neuroforamenstenose C5/6 links" in der Halswirbelsäule oder „L5/S1 rechts" im Lendenbereich, und den Grad: „gering", „mäßig" oder „hochgradig".

Wichtig ist die Beschreibung der Nervenwurzel. „Kontakt" heißt, dass Gewebe die Wurzel berührt, „Kompression" oder „Bedrängung", dass sie eingeengt oder verlagert wird. Das ist ein Hinweis, aber noch keine Aussage darüber, ob die Wurzel Beschwerden macht.

Welche Beschwerden können dazu passen?

Wird eine Nervenwurzel gereizt, strahlen Schmerzen typischerweise entlang des Nervs aus: bei der Halswirbelsäule in Schulter und Arm, beim Lendenbereich ins Bein. Dazu können Kribbeln, Taubheit oder Schwäche in einem bestimmten Bereich kommen.

Ob Ihre Beschwerden zu Höhe und Seite im Befund passen, prüft Ihre Ärztin mit einer Untersuchung von Kraft, Gefühl und Reflexen.

Ist eine Neuroforamenstenose gefährlich?

Meist nicht. Verengte Nervenaustrittslöcher sind mit dem Alter häufig und oft ein Zufallsbefund. Beschwerden durch eine gereizte Nervenwurzel bessern sich bei vielen Menschen mit der Zeit.

Wie geht es nach dem Befund weiter?

Welche Behandlung infrage kommt, entscheidet Ihre behandelnde Ärztin. Meist wird zunächst nicht operiert; eine Operation wird eher bei anhaltenden starken Beschwerden oder bei Kraftverlust erwogen.

Fragen für den Termin: Welche Höhe und Seite sind betroffen? Wie ausgeprägt ist die Enge? Wird eine Nervenwurzel bedrängt, und passt das zu meinen Beschwerden?

Bei MeinBefund24 erklärt Ihnen ein in Deutschland approbierter Arzt Ihren Befund im Videogespräch, Termin meist in 60 Minuten, täglich bis 22 Uhr. Sie können alle Fragen stellen und bekommen danach eine schriftliche Zusammenfassung; das Gespräch kostet 19,99 €. Eine Untersuchung oder Behandlung ersetzt es nicht.

Wann sofort zum Arzt?

Bei plötzlicher Lähmung oder deutlichem Kraftverlust in Armen oder Beinen, Taubheit im Genital- oder Gesäßbereich, Problemen beim Wasserlassen oder beim Stuhlgang oder bei Fieber zusammen mit Rückenschmerzen: sofort in die Notaufnahme oder den Notruf 112 wählen.

Außerhalb der Sprechzeiten Ihrer Praxis erreichen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117.

Dieser Text ist eine allgemeine Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung oder Beratung im Einzelfall. Bei akuter Gefahr wählen Sie 112.